{"id":296,"date":"2014-05-03T05:52:12","date_gmt":"2014-05-03T03:52:12","guid":{"rendered":"http:\/\/web13.epsilon.ibone.ch\/usa\/?page_id=296"},"modified":"2014-05-21T01:09:08","modified_gmt":"2014-05-20T23:09:08","slug":"02-05-2014","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/usa2014.compiworld.ch\/?page_id=296","title":{"rendered":"02.05.14"},"content":{"rendered":"<p>Hello everybody!<\/p>\n<p>Eigentlich sollte ich t\u00e4glich schreiben, denn es ist immer wieder schwer sich schon nach einigen Tagen an das Vorgefallene zu erinnern.<\/p>\n<p>Wir waren also in Santa Fe. Sind fr\u00fch losgefahren, da sie wieder starke Winde vorausgesagt hatten. Von dort fuhren wir weiter Richtung&#8230; Na klar, Albuquerque! Wo wir einfach nur durchfuhren. Eine ganz andere Stadt, viel kommerzieller, Hochh\u00e4user, ein Wirrwarr. Nichts f\u00fcr uns. Kurz nach dem Stadtwirrwarr sind wir an eine Tankstelle gefahren. Sie war riesig und organisiert. Die ersten Tanks\u00e4ulen waren nur f\u00fcr Autos, dann kamen die Motorhomes und zuletzt die Lastwagen. F\u00fcr uns gab es nur eine Zapfs\u00e4ule und die anderen hatten mindestens zehn. Was soll&#8217;s wir haben ja Auszeit (Claudia hat ja keine Ferien, nur ich \ud83d\ude42 ). Als wir endlich an der Reihe waren ging das Gehetze los. Wir k\u00f6nnen nicht mit der Kreditkarte tanken, da man die Karte hier in den USA in den Kasten einf\u00fchrt und gleich wieder raus. Anschliessend soll man den Code eingeben, der aber f\u00fcnf Stellen haben muss. Wir haben aber nur vier. Bei jedem Versuch werden wir gebeten beim Cashier vorbei zu gehen und es abzukl\u00e4ren. Sind es gesch\u00e4ftlich Interessierte, dann hinterlegen wir die Kreditkarte, tanken und zahlen dann. Bei den anderen heisst es f\u00fcr wieviel wollt ihr tanken. Sie wollen den Betrag wissen und ich weigere mich immer wieder und sage: I think thirty gallons.\u00a0Hier schauen sie mich schon mal\u00a0gross an und dann beginnen sie auszurechnen wieviel es machen k\u00f6nnte. Sie verbuchen den Betrag. Wir tanken dann und entweder ist der Tank dann voll oder wir haben nicht alles verbraucht und sie buchen es dann ab. Bei der Kreditkartenabrechnung sehen wir dann den Minus Betrag und dann sp\u00e4ter den Plus Betrag (vielleicht sind es dann nur 5 oder 6 Dollar!!!)<\/p>\n<p>Jedenfalls mit diesem ganzen Hin und Her wurde die Schlange hinter uns einfach nur l\u00e4nger und ich versuchte unseren RV zu tanken. Nahm den Zapfhahn und was war jetzt los. Er ging einfach nicht rein (sp\u00e4testens hier h\u00e4tte einer versierten Dieseltankerin ein Licht aufgehen sollen)!!!! Es kam auch nichts raus. Ich dr\u00fcckte auf das gew\u00fcnschte Gemisch (hier gibt es Bleifrei mit 87, 89 und 91 Octane) und nichts passierte. Ich begann schon auf alle zu fluchen und da h\u00f6rte ich eine nette Stimme, es war der Herr hinter uns, der\u00a0in seinem RV wartete: sie sollten nicht Diesel tanken. Ja danke, dich hat der Himmel geschickt! Hier in den USA sind die Diesel Zapfh\u00e4hne gr\u00fcn und die anderen schwarz. Als wir unserem Vorg\u00e4nger zugeschaut hatten, hatte Claudia nur so gesagt: schau, da ist mal einer der Diesel tankt und schon war ich auf zu Hause eingestellt. Gl\u00fcck gehabt!<\/p>\n<p>Vollgetankt ging es weiter Richtung Petrified Forest N.M. Da bist du unterwegs, das Land um dir ist weitgehend flach mit\u00a0nur kleinen Erhebungen, ausser B\u00fcschen siehst du nicht viel. Genau da f\u00e4hrst du um eine Kurve, eine einzige und die Welt ver\u00e4ndert sich. Auf der Karte, die wir beim Eingang erhielten, stand einfach: erster Aussichtspunkt Painted Desert. Wir kamen also um diese Kurve und der Atem stockte uns. Es war einfach grandios, diese Farben, diese Weite, endlos schien es uns und das ganze Schauspiel nur f\u00fcr uns. Im weiteren Verlauf im Park sahen wir dann die versteinerten B\u00e4ume. Es sieht aus wie ein Baum und ist doch aus Stein. Du siehst noch die Maserung des Baumes und musst dir sagen, dass dies schon lange her ist.<\/p>\n<p>Wir fuhren dann weiter Richtung Holbrook, wo wir eigentlich zwei N\u00e4chte bleiben wollten. Wir hatten den Campground so gew\u00e4hlt und gebucht, weil am n\u00e4chsten Tag in unserem weiteren Etappenziel Schneefall gemeldet wurde. Nun fuhren wir durch das wenig anmachende St\u00e4dtchen, kauften ein und sahen uns an. Beide sagten es fast gleichzeitig, eigentlich ist es noch fr\u00fch und wir k\u00f6nnten es noch heute nach Flagstaff schaffen und morgen zusehen wie es schneit. Gemacht getan, mit Vollgas auf die Interstate 40, das Ruder fest in der Hand, denn in der Zwischenzeit hatten wir wieder einmal Wind bis zu 35 km\/h und dies mit einem Motorhome und den \u00fcberholenden Lastwagen, mussten die H\u00e4nde sch\u00f6n brav auf dem Steuerrad bleiben. Vielleicht muss ich hier einmal erw\u00e4hnen, dass unser Gef\u00e4hrt 8m lang und 3,7m hoch ist und so eine sch\u00f6ne Fl\u00e4che dem Wind ausgesetzt ist. Wir sind jedenfalls gl\u00fccklich einen Tag zu fr\u00fch in Flagstaff angekommen und sie konnten uns auch unterbringen. Flagstaff ist\u00a0DIE \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit noch vor dem Grand Canyon N.P. Dieser Park ist mit dem Yellowstone N.P die zwei meistbesuchten\u00a0Parks in den USA. Wir fuhren auf unseren zugewiesenen Platz und machten alle Anschl\u00fcsse (Wasser, Strom und Abwasser) klar. Nachts stellten wir die Wasserzufuhr ab, die Innenheizung f\u00fcr uns und die Warmwasserheizung an. So jetzt kann er kommen, der Schnee. Nachts begann es zu regnen und genau wie angek\u00fcndigt fing es gegen 06.30 Uhr morgens an\u00a0zu schneien. Erst war es ein Mischeln, aber dann kamen sie, die grossen Flocken, und um uns wurde es weiss. Wir sassen den ganzen Tag im RV, assen etwas, Claudia ging kurz raus, schauten Golf im Fernsehen (wir hatten uns einen solchen Platz mit Fernsehanschluss gemietet und das Kabel extra gekauft), assen wieder etwas, Claudia trotzte dem Schnee und der K\u00e4lte und ging wieder raus, wir spielten und dann gingen wir beide noch etwas raus. Am n\u00e4chsten Morgen erwachten wir und glaubten unseren Augen nicht: die Sonne schien und der Himmel war stahlblau. Zum Gl\u00fcck lag der Schnee noch, denn sonst h\u00e4tten wir an unserem Verstand gezweifelt.<\/p>\n<p>Nun wollten wir uns wieder bewegen und fuhren aus diesem Grunde in Sunset Crater Volcano N.M. Der Vulkan hat zum letzten Mal im Jahre 1250 Lava gespuckt. Wir konnten also ohne Sorge die Umgebung erkunden, denn auf den Vulkan lassen sie niemanden mehr. Wir stiegen durch erkaltete Lavafelder und konnten beobachten, wie sich die Natur selbst in dieser Umgebung neu entwickelt. Wir standen nun in dem schwarzen Gestein und dachten an die White Sands wo wir vor einiger Zeit waren. Beides zusammen w\u00fcrde wieder einmal ein sch\u00f6nes Freiburger Wappen ausmachen :-). Auf unserer Weiterreise durch den Park kamen wir auch an Pueblo Ruinen durch. Bei der R\u00fcckfahrt nach Flagstaff waren wir wieder einmal mit den Strassenverh\u00e4ltnissen hier in den USA konfrontiert. In der Schweiz werden Tunnels gebaut; Haarnadelkurven, um einen Berg zu \u00fcberwinden, geteert und hier geht es einfach gerade bergauf. Meist zweispurig, da ja die schweren Laster sonst den Verkehr zu stark aufhalten!!! Welch eine Ersparnis, wir k\u00f6nnten mindestens die H\u00e4lfte unserer Steuern sparen&#8230; und stellt euch die Strecke Bern &#8211; Z\u00fcrich sechsspurig vor ( die Laster h\u00e4tten zwei, damit sie Elefantenrennen fahren k\u00f6nnen und wir Autos h\u00e4tten vier um uns auszutoben &#8211; Raser gegen Sonntagsfahrer mit Zigarre und Hut)<\/p>\n<p>Wir waren noch immer in Flagstaff und gingen aus diesem Grunde noch Nach Walnut Canyon, wo wir die Ruinen von Pueblos in einem Canyon sehen konnten. Diese Indianer bauten ihre H\u00e4user unter den W\u00f6lbungen der Felsen. Von oben sah man nur den Canyon und erst beim Runtersteigen und genauerem Hinsehen sah man ihre Bauten. Sehr interessant. Wir stiegen 240 Stufen\u00a0in den Canyon hinunter und konnten von Nahe diese Ruinen betrachten. Es waren nicht so grosse Geb\u00e4ude wie man sie aus dem Mesa Verde N.P. kennt, aber genauso raffiniert gebaut und getarnt. Kein Einfaches Leben damals, denn Wasser gab es nur auf dem Grund des Canyons und das Essen konnten sie nur oben jagen oder weniges auch auf den Terrassen vor dem Geb\u00e4ude anpflanzen.<\/p>\n<p>Nun war es aber genug mit Flagstaff. Wir rollten am 29.04. Richtung Grand Canyon. \u00dcber die 180 und dann der 64 gelangten wir als erstes an den Flughafen des Grand Canyon. Hier stiegen wir vom RV auf den Helikopter um. Ein guter Einstieg f\u00fcr Claudia, die ihn noch nie erlebt hat und f\u00fcr mich, die das dritte Mal hier war, etwas Neues. Es war grandios und \u00fcberw\u00e4ltigend dieses Weltwunder aus der Luft zu erleben. Wieder auf dem Boden waren wir noch lange sprachlos. Am n\u00e4chsten Tag\u00a0fuhren wir in den Park hinein und konnten ihn nun vom Rand aus erleben. Die Organisation im Park ist genial. Du stellst Dein Fahrzeug ab und kannst dann dank Shuttle Bussen einen Aussichtspunkt nach dem anderen geniessen und erleben.\u00a0Die verschiedenen Aussichtspunkte sind auch immer wieder mit Gehwegen verbunden und\u00a0man kann auch\u00a0im eigenen Tempo dieses Naturschauspiel betrachten. Meist ist es auf den Trails auch weitaus ruhiger, denn bei den Aussichtspunkten hast Du genau diese Touristen, die aussteigen, ihre Fotos schiessen und noch bevor der n\u00e4chste Bus kommt, schon bereit stehen um wieder einzusteigen und zum n\u00e4chsten Punkt zu fahren.\u00a0Es ist so genial an diesem Rim zu stehen, die Ruhe zu geniessen und einfach \u00fcberw\u00e4ltigt von den eigenen Gef\u00fchlen dieses grandiose Wunder zu bestaunen! Es gibt auch Trails die\u00a0bis zum Colorado River oder auf Plateaus\u00a0runter f\u00fchren.\u00a0Man kann sie selber laufen oder unter F\u00fchrung.\u00a0Diesen Abend verbrachten wir im Park selbst und am n\u00e4chsten Morgen fuhren wir weiter. Ein letzter Blick, ein letztes Staunen, nochmals die Stille geniessen und fest im Herzen einschliessen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hello everybody! Eigentlich sollte ich t\u00e4glich schreiben, denn es ist immer wieder schwer sich schon nach einigen Tagen an das Vorgefallene zu erinnern. Wir waren also in Santa Fe. Sind fr\u00fch losgefahren, da sie wieder starke Winde vorausgesagt hatten. Von dort fuhren wir weiter Richtung&#8230; Na klar, Albuquerque! Wo wir einfach nur durchfuhren. 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