{"id":652,"date":"2014-06-14T06:58:34","date_gmt":"2014-06-14T04:58:34","guid":{"rendered":"http:\/\/web13.epsilon.ibone.ch\/usa\/?page_id=652"},"modified":"2014-06-14T06:59:13","modified_gmt":"2014-06-14T04:59:13","slug":"13-06-14","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/usa2014.compiworld.ch\/?page_id=652","title":{"rendered":"13.06.14"},"content":{"rendered":"<p>Der letzte Monat ist angebrochen und wir orientieren uns immer mehr nach dem Ausgangspunkt San Francisco.<\/p>\n<p>Es gibt aber vorher noch einiges zu berichten.<\/p>\n<p>Wir mussten den \u00d6lwechsel machen lassen. Eigentlich hatten wir uns dies recht kompliziert vorgestellt, denn derjenige der uns den Camper erkl\u00e4rt hatte, hat uns dies so erkl\u00e4rt: Wir h\u00e4tten zuerst mit ihnen Kontakt aufnehmen sollen und sie h\u00e4tten dann einen Termin mit einer m\u00f6glichen Werkstatt aufgenommen und wir h\u00e4tten dann dorthin fahren sollen. Wir sahen uns schon einen Tag ohne unser zu Hause und beim D\u00e4umchen drehen. Als wir bei der Notfall Nummer anriefen, l\u00f6sten wir nur grosses Erstaunen aus, was wir denn wollten. Wir sollten einfach bei Jiffy Lube oder einer \u00e4hnlichen Firma vorfahren und es machen lassen, bezahlen und bei der R\u00fcckkehr die Quittung vorweisen, damit wir das Geld zur\u00fcck erhalten. Wir fuhren also in Idaho Falls bei Jiffy Lube vor, erz\u00e4hlten von unserem Begehren und kamen gleich in die Box 2. Meilenstand 8636 Meilen. Wir hatten diesen Jiffy Lube ausgesucht, da vis-\u00e0-vis ein Arby\u2019s war und wir uns die Zeit dort vertreiben wollten. In den Fast Food L\u00e4den gibt es \u00fcberall freies WiFi und wir h\u00e4tten so surfen k\u00f6nnen und die Zeit w\u00e4re nicht zu lang geworden. W\u00e4re und k\u00f6nnen sind die richtigen Verben, denn bei der Abgabe des Schl\u00fcssels fragten sie, ob wir in ihrer Lounge warten wollen und ich sagte, wir gehen gegen\u00fcber etwas essen und wie lange es dauern sollte. Dann kam die Antwort so in einer viertel Stunde. Wir l\u00e4chelten uns an und gingen ungl\u00e4ubig r\u00fcber. Wir hatten noch nicht unsere Roastbeef Burger erhalten und unser Motorhome stand schon wieder draussen. \u00d6l- und \u00d6lfilterwechsel, Klimaanlage Filter gewechselt und die Scheiben geputzt. Alles in knapp 15 Minuten\u2026 Und wir waren noch an diesem Morgen 100 Meilen gefahren bis zur Werkst\u00e4tte. Unglaublich einfach!!!!\u00a0 Und erst der Preis: alles in allem keine 40 US Dollar.<\/p>\n<p>Wir fuhren an diesem Tag also gem\u00fctlich weiter nach Arco. Die Strecke dorthin war recht \u00f6de, denn ohne Bew\u00e4sserungsanlagen gab es nicht einmal B\u00fcsche. Einzig fiel uns ein riesiges Geb\u00e4ude auf. Es hiess es sei eine Forschungsstation und die ganze Gegend war abgesperrt. Man muss wissen, dass das erste Atomkraftwerk in Blackfoot, Idaho gebaut wurde. Sieht man ein Bild davon, hat dies nichts mit dem heutigen Atomkraftwerk zu tun. Grund unserer Fahrt nach Arco war auch der Craters of the Moon N.P und nicht die Forschungsstation. Ein Gebiet, das von Vulkanen gebildet wurde und auch einige H\u00f6hlen zum Erkunden hat. Die H\u00f6hlen sind nicht sehr hoch und eher etwas f\u00fcr Jugendliche zum Erkunden. Wir sind aber trotzdem zu einigen gewandert und haben dabei unsere erste Schlange gesehen, die war interessanter als die H\u00f6hlen. Von da ging es dann weiter Richtung Berge. Ab Challis stiegen wir wieder um einige H\u00f6henmeter. Unser Tagesziel war Stanley. Der Campground war urchig. Es gab etwa nur zehn Pl\u00e4tze und er lag in einem W\u00e4ldchen. Das Beste war aber, dass sie ein Restaurant hatten und wir an diesem Abend home made Prime Rib assen, die den Tellerrand \u00fcberragten und Baked Potato mit Sour Cream und Butter. Als gute Europ\u00e4er assen wir Salat dazu. Der US-Amerikaner kann auch ohne Gem\u00fcse leben. Es war k\u00f6stlich. Die Beiz sah wie ein Saloon aus und hatte auch als Deko so manches Cowboy St\u00fcck (alter Sattel auf einem Dachbalken, H\u00fcte, Friedenspfeife,\u2026). Wir genossen von Stanley bis nach Boise eine herrliche Landschaft mit W\u00e4ldern, Fl\u00fcsschen, wenig Verkehr, wenig Ortschaften. Erst je n\u00e4her wir Boise kamen, wurde es immer wie gesch\u00e4ftiger. In Boise blieben wir um uns wieder einmal mit Golfen zu besch\u00e4ftigen und der Golfplatz hatte es in sich.<\/p>\n<p>Boise war auch unsere endg\u00fcltig letzte Station in Idaho. Wir fuhren dann kurzerhand auf der Interstate 84 nach Ontario, Oregon. Im Visitor Center erkundigten wir uns \u00fcber die Sehensw\u00fcrdigkeiten von Oregon. Unser Etappenziel war John Day, ein kleiner verschlafener Ort, wo wir f\u00fcr eine Nacht unsere Zelte aufschlugen. Wir bewegen uns schon seit wir aus dem Yellowstone N.P. raus sind, nicht wirklich mehr auf typischen touristischen Routen. Unsere Nachbarn sind US-Amerikaner, die durch die Lande reisen oder sich ihr Heim auf dem Campground eingerichtet haben. Es sind Pensionierte, aber auch Leute die in der N\u00e4he einen Job haben, die nicht in Wohnungen oder H\u00e4usern wohnen, sondern sich den Campground als Standort ausgew\u00e4hlt haben. Sie sind dann auch diejenigen, die wenn sie uns l\u00e4nger als eine Nacht sehen, ansprechen und fragen woher wir sind, was wir den Tag \u00fcber gemacht haben usw. Ihre Unterk\u00fcnfte sind so unterschiedlich. Es k\u00f6nnen alte verbeulte Wohnwagen sein, die sicher keine Meile auf der Strasse halten w\u00fcrden bis hin zum High Tech Wohnwagen\/Mobilehome, dass wie ein Schiff so gross ist und zus\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit hat, gewisse Teile seitlich auszufahren. Drinnen in diesen High Tech Dingern gibt es Tisch und St\u00fchle wie in der guten Stube zu Hause.<\/p>\n<p>Von John Day ging es weiter \u00fcber Land und um uns gab es wieder dieses braun-rote Gestein, das wir so gerne sehen. Eine Eigenart (Oregon betitelt es als eines ihrer sieben Oregon-Wundern) entdeckten wir auf der Fahrt nach Terrebonne: die Painted Hills. H\u00fcgel gef\u00e4rbt mit gelben und roten Strichen (Vulkangestein, dass von seiner Zusammensetzung mit der Luft eine chemische Reaktion ergibt und sich verf\u00e4rbt). Einfach wieder ein Wow Effekt.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen St\u00e4rkung fuhren wir bis zum Crooked River Ranch Resort. Der Grund warum-weshalb-wieso wir unser Zelte gerade dort aufschlugen? Wir fuhren mit unserem RV auf den Campground, schlossen unseren RV an, schulterten unsere Golfschl\u00e4ger und liefen 5 Minuten zum 18-Loch Golfplatz. Ein Resort, das sich auf Camper Golfer eingestellt hat. Eine super Sache, denn wir haben meist schon alle Aufmerksamkeit bei anderen Golfpl\u00e4tzen, wenn wir mit unserem Gef\u00e4hrt auf dem Parkplatz auftauchen. Stellt euch vor auf dem Parkplatz vor dem Klubhaus sind haupts\u00e4chlich \u201egr\u00f6ssere\u201c Autos parkiert. Wir stellen dann unserem 26 feet (8 m) langen, 12 feet (3.65 m) hohem, mit ROAD BEAR angeschriebenen RV, auf vier Parkpl\u00e4tze, da er soviel Platz braucht und dann steigen da zwei Frauen aus, die wollen doch tats\u00e4chlich golfen. Da geht die zweite Augenbraue hoch.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Nicht-Golfer: Es ist ein M\u00e4nnersport oder wie die alten Briten sagen, ein Gentlemen Sport. Frauen auf dem Golfplatz gibt es, aber wir sind die grosse Minderheit. Wenn wir zwei in der Schweiz den Golfschl\u00e4ger schwingen, werden uns gerne M\u00e4nner (es hat ja auch mehr von ihnen) dazu gebucht. Eine Gruppe bzw. Flight (Fachausdruck) besteht eigentlich, wenn der Platz sehr stark frequentiert wird und dies ist meist so in der Schweiz, aus vier Spielern, die etwa alle 8 bis 10 Minuten am ersten Loch starten. Nun gibt es diese M\u00e4nner, die sich Flights mit Frauen aussuchen, damit sie ihre besch\u00fctzerische Ader (auf Deutsch: belehrende Ader) ausleben k\u00f6nnen. Wer uns kennt, bzw. besonders die \u00c4ltere von uns kennt, kann sich vorstellen, dass dies meist nicht gut geht. Aus diesem Grunde golfen wir mehr in Frankreich oder \u00d6sterreich, wo wir auch alleine unterwegs sind. Wir m\u00f6chten hier aber betonen, dass Ausnahmen, zwar immer selten sind, aber es GIBT sie.<\/p>\n<p>In den USA ist es einfacher zu spielen und wir werden dann auch sehr gerne auf die Runde gelassen, aber meist steckt man uns beide zwischen zwei dreier\/vierer Fligts M\u00e4nner. Die vor uns kommen nicht vom Fleck und die hinter uns schlagen uns die B\u00e4lle um die Ohren. Sobald die hinteren mit uns einige Takte reden konnten und nun wissen, dass die Zwei aus dem RV Schweizerinnen sind und gerne in ihrem Land sind, golft es sich schon besser. Es wird also interessant in n\u00e4chster Zeit, denn wir werden uns sicher mehr Zeit zum Golfen nehmen.<\/p>\n<p>Crooked River war ein Hit und wir wollten dies schon bald wiederholen.<\/p>\n<p>Von Terrebonne fuhren wir dann aber erst Richtung S\u00fcden in den Crater Lake N.P. Schon wieder ein Vulkan, aber das Spezielle daran ist, dass wir bis an seinen Kamm fahren und hinunter schauen werden. Da werden wir den See entdecken, der sich nur dank den Niederschl\u00e4gen gebildet hat. Der See ist der tiefste in den USA. Wir haben uns auch entschlossen im Park zu \u00fcbernachten. Die einzelnen Pl\u00e4tze lagen alle im Wald und wir hatten das Gl\u00fcck wenigstens einen zu finden, wo unser langes und hohes Fahrzeug hinein passte. Das sch\u00f6nste war aber die Feuerstelle, die gleich die Aufmerksamkeit von Claudia hervor rief. Nur mir gefiel es weniger, da draussen mindestens f\u00fcnfzig tausend M\u00fccken herum schwirrten. Ich blieb drinnen und beobachtete das Geschehen draussen. Es war genauso erfreulich und leider etwas unromantisch. B\u00e4ren haben wir keinen gesehen, aber es war wieder einmal eine ruhige, stille Nacht ohne zus\u00e4tzliche Lichtquellen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir wieder nordw\u00e4rts Richtung Sutherlin, wo uns das n\u00e4chste Golf Resort erwartete. Hier brauchten wir nur zwei Minuten bis zum Abschlag und der Platz war etwas ruhiger. Wir begannen unsere Runde und dachten wir h\u00e4tten kaum jemanden nach uns. Kaum gedacht, da kamen schon B\u00e4lle von hinten geflogen. Niemand vor uns weit und breit und hinter den drei Herren sah man auch niemanden, aber sie spielten uns in den R\u00fccken. Wir winkten ihnen und zeigten ihnen sie sollen doch bitte uns \u00fcberholen. Da kamen die drei Herren, alle schon l\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4nger pensioniert, aber sehr in Eile. Der Eine kam zu uns, schenkte uns je einen Ball, bedankte sich, dass wir sie spielen liessen und umarmte uns!!! Noch nie dagewesen und sp\u00e4testens die Umarmung hat ihm sicher mehr Freude gemacht als uns. Anyway wir spielten in Ruhe unsere Runde.<\/p>\n<p>Von Sutherlin ging es dann weiter nach Bandon, an die Pazifik K\u00fcste von Oregon. Die Reise begann bei circa 4500 feet und wir mussten runter auf 0. Dies geschah beim Durchqueren von W\u00e4ldern mit dem Umpqua River, den wir schon l\u00e4nger als Begleiter hatten und dieses Mal waren wir mit ihm unterwegs bis zu seinem M\u00fcndungsdelta ins Meer. Wir fuhren dann Richtung S\u00fcden der K\u00fcste entlang und entdeckten riesige, gewaltige Sandd\u00fcnen. Sandd\u00fcnen, die ausserhalb der State Parks von Allrad Fahrzeugen befahren wurden. \u00dcberall sah man Spuren, man h\u00f6rte sie und auf den umliegenden Campgrounds sah man sie umher stehen. Spielzeuge f\u00fcr Gross und Klein.<\/p>\n<p>Von Bandon aus ging es weiter s\u00fcdw\u00e4rts. Von Oregon fuhren wir nach California. Hier in diesem Staate begann vor einigen Wochen unser Abenteuer und schon bald geht es zu Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der letzte Monat ist angebrochen und wir orientieren uns immer mehr nach dem Ausgangspunkt San Francisco. Es gibt aber vorher noch einiges zu berichten. Wir mussten den \u00d6lwechsel machen lassen. 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