Hallo zusammen!
Ja, uns gibt es auch noch. Seit dem letzten Eintrag ist so manches gegangen. Wir haben planmässig am 08.04.14 unseren Camper übernommen. Sie haben uns beim Hotel abgeholt und uns zur Vermietstation gefahren. Hier hatten wir die ersten negativen Berührungen mit dem «indigenen» Volk. Am Steuer sass eine Afroamerikanerin und als Beifahrer ein US-Araber. Beide sprachen kein Wort mit uns und unser Gepäck mussten wir quasi selber in den Shuttle Bus hieven. Als Betreuer vor Ort hatten wir einen nicht indigenen Deutschen. Er hatte sich zum Ziel gesetzt sein Programm in neuer Rekordzeit runter zu labern. Anyway, wir als eingefleischte Weltenbummlerinnen und fachmännisch versierte RV Fahrerinnen haben alle Ratschläge, wie: dies könnte sich ereignen und dies wäre noch möglich und überhaupt seid ihr sicher, dass dies gut wird, von uns gewiesen und sind mit dem ersten Ziel «Walmart» losgefahren. Eigentlich wusste ich, dass der Walmart nicht das Richtige für unsere Einkäufe war, aber es kann sich in sechs Jahren trotzdem vieles ändern. So wurde nur kurz und das Nötigste eingekauft. Wir fuhren über den Freeway zu unserem ersten Campground. Coyote Valley in Morgan Hill, etwas südlich von San Francisco. Nun wurde unser neues Zuhause eingeräumt. So viel Platz hatten wir NIE in Neuseeland/Australien. Wir assen nur kurz etwas und dann fielen wir todmüde ins Bett.
Der nächste Tag führte uns über kurvige und enge Strassen der Küste entlang auf dem berühmten Highway No 1 Richtung Süden. Wir brauchten für die Strecke etwa fünf Stunden reine Fahrzeit. Wichtig waren aber die Stopps auf dem Weg. Immer wieder gab es einen herrlichen Blick auf den pazifischen Ozean und auch viele Häuser, die in die Klippen gebaut wurden. Die Küstenstrasse erinnerte uns an die Corniche in Südfrankreich. Einziger Unterschied waren klar die See Elefanten, die wir plötzlich am Strand sahen. Eine riesige Kolonie hatte sich dort niedergelassen und den Strand für sich beansprucht. Schön den See Elefanten zuzusehen, wie sie faul in der Sonne lagen, sich gegenseitig immer wieder stupsten oder in den Hintern bissen (ja, ich weiss, es ist etwas schwierig bei einem solchen Tier den Hintern zu finden). Das witzigste dabei war aber die Sandfontänen. Sie «bespritzen» sich immer wieder mit Sand zum Schutz. In San Luis Obispo fanden wir dann unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit.
So und jetzt wurde mit Elan Los Angeles angesteuert. Wir hatten noch am Morgen unsere zwei Nächte abgesichert und fuhren ohne Stress los. Gleich ging es wieder in den Supermarkt. Wir haben im Moment zwei gute Adressen. Der Safeway und das Von sind eindeutig vom Angebot und der Sauberkeit top. Alles lief gut bis wir immer näher dem Zentrum von Los Angeles kamen. Unser Campground liegt in Pomona (Nordwestlich von Los Angeles). Wir haben zur Durchquerung auf dem Highway (eine Strecke von gut 50 km) cirka 2 1/2 Stunden gebraucht. Ein Stau folgte dem anderen… Zum Glück wussten wir, dass uns eine Nachtschlafstelle sicher war.
Heute wird mit einem Pinot Grigio angestossen…
Nun unsere Erkenntnis heute Abend: Morgen gehen wir golfen!!! Etwa 10 Minuten vom Campground ist einer von etwa 8 Golfplätzen und den werden wir morgen umpflügen!!!!