Hi guys!
Etwas dass wir immer wieder hören: Hi guys, how are you today? Erstaunt sind sie meist, dass wir höflich antworten mit: Fine, and you? Meist kommt es dann zum obligaten: Where are you from? You aren’t US citizen, are you? Wir hätten ein schönes europäisches Englisch und scheinbar bedanken wir uns zu oft. Was soll’s, entweder hat man eine gute Kinderstube genossen oder eben nicht!
Nun aber weiter in der Geschichte der V.I.P. Chick Reisenden. In Tuscon sind wir in den Saguaro National Park (=N.P.) gefahren. Von unserem Campground aus waren dies 45 Minuten quer durch Tuscon um dann gegenüber den Hügel hoch fahren und dann auf der anderen Seite wieder runter. Kaum aus der Stadt sind die Saguaro Kakteen wieder omni präsent. Im N.P gibt es das Desert Museum. Es ist eigentlich kein Museum sondern eher ein Botanischer Garten mit allen Erklärungen über diesen Teil Arizonas. Es wird gezeigt was hier wächst und welche Tiere hier vorkommen. Es war sehr interessant und besonders bei etwa 30°C in der staubigen Wüste rumzulaufen, aber wir waren ja ausgerüstet und hatten Sonnencreme eingeschmiert, Hut auf dem Kopf und tranken viel Wasser.
Wir sind dann von Tuscon Richtung Las Cruces in New Mexico aufgebrochen. Auf jeder Karte steht, dass wir ab der Grenze zwischen Californien und Arizona die Zeitzone wechseln. Der Unterschied zwischen der Schweiz und der Pacific Time Zone sind acht Stunden und ab der Grenze bei Arizona sollten es nur noch sieben Stunden sein. Seit Yuma waren wir immer wieder am Zweifeln welche Uhrzeit jetzt wäre und fanden immer noch die gleiche wie in der Pacific Time Zone. Dann plötzlich in Las Cruces fehlte uns eine Stunde!!! Jetzt gingen wir hinter die Bücher und fanden heraus, dass Arizona die Sommerzeit nicht kennt und so blieben wir in der Pacific Time Zone und wechselten erst in Lordsburg zur Mountain Time Zone. Wie in jeder Geschichte gibt es immer wieder ein ABER und dies ist auch hier so. In den Navajo Reservaten gibt es wieder die Sommerzeit, dies bedeutet: wir werden im Norden von Arizona wieder sehr verwirrt sein (für die, die sich jetzt denken, dass das Verwirrtsein ab 50 normal ist, sei gesagt es geht den 49 Jahre +11 Monaten alten auch so) 😀
In Las Cruces fliesst der Rio Grande durch, aber ausser einem breiten Flussbett sahen wir kein Tröpfchen Wasser… Las Cruces war für uns Zwischenstation um in den White Sands N.M. zu kommen. Vorher wurden wir aber wieder einmal von einem Border Officer angehalten und dieses Mal mussten wir nicht rechts ran. Wir hatten auch die Pässe schon in der Hand und gaben brav Antwort über das wann, woher, wohin und wie lange.
Da wir am Ostersamstag in die White Sands fuhren waren einige Leute da. Ein Parkranger erklärte uns, dass es am Ostersonntag bis zu 6000 Leute zum Barbecue geben könne. Dies sei hier so Tradition. Zum Glück hatten wir Ostersamstag und es waren weniger Leute unterwegs. Die Barbecue Plätze waren trotzdem alle belegt und bei jeder Einbuchtung wurden Tisch und Stühle aufgestellt. Die Kinder tollten barfuss herum, aber das tollste für sie war das Dünenrutschen auf einem riesigen Plastikteller. Es ist schon sehr speziell, dieser weisse Sand. Nein, eben nicht Sand sondern Gips. Vor 250 Millionen Jahren war hier ein flaches Meer und dies sind Gips Ablagerungen aus diesem Meer, die wir hier vor uns sahen. Das Fahren auf der Strasse war wie bei uns bei Schnee bedeckter Strasse, nur eben ohne zu Rutschen.
Wir fuhren dann bis Alamogordo zum Übernachten. In Alamogordo ist die US Air Force Base, wo selbst deutsche Luftwaffenpilote ausgebildet werden. Hier starten wochentags immer wieder Düsenjets zum Üben (nein, Tom Cruise haben wir nicht gesehen – für die, die es nicht wissen Top Gun, der Film – der war als Kampfjetpilot bei der US Navy). Unsere Schweizer Piloten könnten hier niemals ihre Ausbildung machen. Warum fragt ihr? Also erstens wäre es hier zu flach, wo gibt es bei uns soviel Weite ohne Berge? Und zweitens unsere Piloten kennen ja nur das Stand- oder Halbgas, da sie sonst schon über die Schweizer Grenzen hinaus sind und hier müssten sie voll durchstarten. Ihr versteht, dies würde nie funktionieren.
Von Alamogordo aus fuhren wir über die weite Prärie gegen Norden nach Santa Fe. Wir können Euch Santa Fe nur empfehlen. Eine wunderschöne Stadt, die nur im Pueblo Style erbaut wurde. Es gibt hier höchstens einmal ein zweistöckiges Haus. Kein einziges Hochhaus!!! Es ist ruhig hier. Das Zentrum wird von Gallerien und Juwelierläden geprägt, aber es bleibt einfach. Wir haben es jedenfalls genossen.